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Nutzungsmöglichkeiten

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Welche Nutzungsmöglichkeiten gibt es für eine Hängematte, wie hänge ich sie auf, welche Sicherheitshinweise sind zu beachten?

Nutzungsmöglichkeiten

Mexikanische Hängematten lassen sich sehr vielseitig verwenden. Neben der Verwendung im Garten oder auf der Terrasse, an die die meisten bei Hängematten denken, kann eine Hängematte auch in der Wohnung genutzt werden. Mexikaner schlafen häufig ihr Leben lang in Hängematten statt in Betten. Und mindestens für eine kleine Siesta ist eine Hängematte in der Wohnung toll. Zwischen zwei Wänden aufgespannt ist eine Hängematte ein herrlicher Platz zum Entspannen. Für Großstadt-WGs lässt sich eine Hängematte auch wunderbar mit Seilen unter dem Hochbett befestigen.

Eine Hängematte auf dem Balkon verdoppelt gefühlt den Nutzwert einer Wohnung. Das klingt übertrieben, ist aber zumindest nach meiner persönlichen Erfahrung wirklich so. Ich habe jahrelang in Berlin eine Hängematte auf dem Balkon gehabt. Der Balkon war sonnig, wind- und regengeschützt und ich bin von April bis Oktober einfach aus der Balkontür und habe mich beinah täglich in die Hängematte gelegt zum Lesen, Dösen, Entspannen, in der Sonne liegen, Nachdenken, in Pausen während meiner Diplomarbeit, zum Musik hören und bei hundert anderen Gelegenheiten. Ich habe schon sehr häufig bedauert, dass der Balkon meiner Hamburger Wohnung nicht breit genug für eine Hängematte ist.

Auch zum Reisen, Zelten oder mit dem Campingwagen kann man mexikanische Hängematten gut nutzen. Sie sind im Vergleich zu vielen anderen Hängematten besonders leicht und handlich, zusammengelegt kaum größer als ein Pullover, und lassen sich problemlos transportieren. Einmal aufgespannt bieten sie dann einen tollen Komfort.

Ein- und Aussteigen und Liegen in der Hängematte

Achten Sie beim Ein- und Aussteigen auf einen sicheren Stand. Fächern Sie beim Hinlegen die Hängematte mit den Händen hinter Ihnen ein wenig auf und setzen sich in die Hängematte. Wenn Sie sicher sitzen lehnen Sie sich in die Hängematte zurück und nehmen die Füße nach oben und machen es sich dann bequem in der Hängematte. Beim Aufstehen ist es genau umgekehrt. Nehmen Sie die Füße aus der Hängematte, setzen Sie die Füße sicher auf den Boden. Setzen Sie sich auf und stehen anschließend auf. Kleiner Tipp: Beim Hinsetzen können Sie zuerst auch mit einem Bein über die Hängematte steigen und gehen dann weiter wie beschrieben vor. Beim Aufstehen können Sie auch ein Bein links von der Hängematte und das andere rechts davon absetzen und dann die ganze Hängematte vor Ihnen umfassen und sich hochziehen.

Die meisten Europäer legen sich intuitiv in Längsrichtung in die Hängematte. Das ist aber nicht die optimale Position. Man kann sich zwar längs hinlegen und die Beine auf der anderen Seite der Hängematte ablegen. Insbesondere zum Lesen wenn man halb sitzend in der Hängematte liegen will, kann man diese Position verwenden. Für große Personen ist dies aber bereits schwierig weil sie dann sowohl mit Oberkörper als auch mit den Beinen nach oben liegen. Zum Liegen bequemer ist es, wenn man sich in Querrichtung in die Hängematte legt, weil man dann beinahe flach liegen kann. Ganz flach liegt man, wenn man sich diagonal in die Hängematte legt. So kann man stundenlang bequem liegen und schlafen und auch auf der Seite oder dem Bauch liegen.

 

Aufhängen der Hängematte

Hängen Sie die Hängematte nicht straff gespannt auf, sie muss immer locker durchhängen. Wenn die Hängematte bananenförmig durchhängt, dann ist sie richtig aufgehängt. Der tiefste Punkt der Hängematte sollte dabei in Knie- oder maximal Oberschenkelhöhe hängen, so dass man bequem ein- und aussteigen kann.

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Hängen Sie die Hängematte mit den beiden Schlaufen dabei niemals direkt an feste Aufhängepunkte wie z.B. einen Haken. Durch die Bewegung der Hängematte würden die Schlaufen nach und nach durchscheuern. Wenn die Schlaufen durchgescheuert sind, ist die Hängematte kaputt, da in den Schlaufen alle Fäden zusammengehalten werden. Ich übernehme keine Gewährleistung für durchgescheuerte Schlaufen aufgrund unsachgemäßer Aufhängung der Hängematten.

Verwenden Sie stattdessen eine bewegliche Aufhängung, die Sie dann an den festen Aufhängepunkten anbringen. Ich empfehle entweder Seile. Damit lässt sich die Hängematte auch zwischen weiter entfernten Punkten aufhängen. Im Zweifelsfall muss einfach das Seil etwas weiter oben an der Wand befestigt werden. Oder verwenden Sie z.B. Feuerwehrkarabiner (ich persönlich verwende Stahlkarabiner der Größe 100 oder 120). Karabiner haben den Vorteil, dass man die Matte damit problemlos bei Bedarf ein- und Aushängen kann, z.B. im Winter oder wenn man Platz für ein Frühstück auf dem Balkon braucht. Auch Seile zum Verlängern und dann Karabinerhaken direkt an der Hängematte sind eine gute Möglichkeit.

Achten Sie unbedingt auf eine stabile und ausreichend tragfähige Befestigung der Hängematte. Ich übernehme keinerlei Haftung für Verletzungen, die aufgrund einer unzureichenden Befestigung der Hängematte eintreten. Befestigen Sie die Aufhängung nicht in lockerem Mauerwerk oder Rigipswänden. Verwenden Sie keine zu kleinen oder zu kurzen Haken.

Achten Sie bei Seilen auf eine ausreichende Stärke der Seile. Befestigen Sie die Hängematte nicht an morschen Bäumen oder Ästen oder an zu dünnen Ästen. Bedenken Sie die Hebelwirkung und die Möglichkeit, dass ein Ast abbricht, wenn Sie die Hängematte weit weg vom Stamm befestigen.

Wenn Sie die Aufhängepunkte (z.B. Schaukelhaken) in der Decke befestigen, denken Sie daran, dass Decken häufig nur eine geringe Tragfähigkeit besitzen und oft nur an ausgewählten Stellen (z.B. Deckenbalken) eine ausreichende Tragfähigkeit besitzen.

Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei Experten in einem Fachgeschäft oder bei einem Handwerker nach einer geeigneten Befestigung passend zum jeweiligen Material, in dem die Aufhängung angebracht wird.

 

 

 

Auch wenn manche der folgenden Hinweise weit hergeholt und unwahrscheinlich erscheinen, beachten Sie bitte trotzdem die folgenden

Sicherheitshinweise

  • Achten Sie auf eine stabile und ausreichend tragfähige Befestigung der Hängematte.
  • Prüfen Sie regelmäßig die Aufhängung der Hängematte auf mögliche Abnutzung. Wenn Sie Seile verwenden, achten Sie auf ein Durchscheuern der Seile. Dieses kann z.B. insbesondere an Kanten von Balken auftreten. Ersetzen die Seile bei Bedarf.
  • Sorgen Sie für ausreichend Platz neben der Hängematte, so dass Sie auch bei einem leichten Schaukeln nirgendwo gegenstoßen können.
  • Achten Sie insbesondere darauf, dass sich beim Legen in die Hängematte nichts unter der Hängematte befindet, wie z.B. ein flacher Tisch oder ein Stuhl. Selbst wenn es so aussieht als ob die Hängematte ausreichend hoch hängen würde, können Sie sich dabei leicht verschätzen zumal sich die Hängematte bei Gewichtsbelastung etwas ausdehnt. Beim rückwärtigen Legen in die Hängematte können sonst leicht schmerzhafte und gefährliche Rückenverletzungen z.B. durch Aufprall mit vollem Körpergewicht auf eine Kante erfolgen.
  • Seien Sie beim Ein- und Aussteigen vorsichtig. Achten Sie immer darauf, dass Sie einen festen Stand beim Ein- und Aussteigen haben.
  • Stellen oder hocken Sie sich nicht in die Hängematte und steigen Sie nicht mit den Füßen zuerst in die Hängematte.
  • Wetter und UV-Strahlung führt zu einer langsamen Gewebealterung der Hängematte. Starkes Ausbleichen und Verwitterung der Fäden können Hinweise sein, dass die Fäden brüchig werden. Prüfen Sie regelmäßig, und insbesondere wenn Sie die Hängematte lange Zeit ungenutzt draußen zu hängen hatten, die Reißfestigkeit des Gewebes.
  • Werfen Sie sich nicht mit Schwung in die Hängematte.
  • Nutzen Sie die Hängematte nicht als Klettermöglichkeit, Spielgerät oder Schaukel.
  • Stecken Sie keine Gliedmaßen durch die Fäden, insbesondere nicht den Kopf, da sonst Strangulierungsgefahr besteht.
  • Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder.